Cloud Computing
Was ist das?
Einfach ausgedrückt bezeichnet Cloud Computing die Bereitstellung von IT-Services für Nutzer oder Unternehmen – darunter Server, Speicher, Datenbanken, Netzwerke, Software, Analysen, intelligente Anwendungen und vieles mehr – über das Internet (die „Cloud“). Cloud Computing basiert in der Regel auf Virtualisierung. Dabei wird die physische Computerhardware von der auf dieser Hardware ausgeführten Software und den Anwendungen abstrahiert.
Cloud-Computing-Services können auf unterschiedliche Weise bereitgestellt werden – über Public Clouds, Private Clouds oder Hybrid Clouds. Public-Cloud-Computing wird von Drittanbietern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud bereitgestellt. Diese Anbieter besitzen die physische Hardware und stellen die Ressourcen über eine sichere Internetverbindung online zur Verfügung. Bei einer Private Cloud betreibt ein Unternehmen eine Cloud in seinem eigenen Rechenzentrum, indem es Anwendungen auf virtuellen Servern ausführt, die sich auf beliebig vielen verfügbaren physischen Maschinen befinden können. Hybrid Cloud Computing bezeichnet die kombinierte Nutzung von Private- und Public-Cloud-Services.
Im Rahmen des RightScale-Berichts „State of the Cloud 2018“ wurden 997 IT-Fachleute ausführlich zu ihrer Nutzung von Cloud-Infrastrukturen und verwandten Technologien befragt. Erstaunliche 96 % der Befragten gaben an, die Workloads ihres Unternehmens in einer Cloud auszuführen – in einer Public Cloud, Private Cloud oder Hybrid Cloud.
Warum wird Cloud Computing benötigt? Wer benötigt es?
Cloud Computing ist äußerst komfortabel und kosteneffizient. Da sich die Nutzer der Computing-, Speicher- und Netzwerkressourcen nicht physisch am Standort der verwendeten Hardware befinden müssen, kann diese an entfernten Standorten betrieben werden, an denen sie einfacher oder kostengünstiger zu warten ist, oder sogar an Public-Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft oder Google ausgelagert werden. Zwischen dem Nutzer und der Computing-Ressource sind weder spezielle Hardware noch eine drahtlose Netzwerkverbindung oder sonstige Infrastruktur erforderlich. Der Zugriff erfolgt einfach über das Internet. Da auf die Computing-Ressourcen von überall aus remote zugegriffen werden kann, lassen sie sich problemlos an einem zentralen Standort bündeln. Da einzelne Nutzer die Ressourcen nicht dauerhaft zu 100 % auslasten, können sie gemeinsam genutzt und effizienter bereitgestellt werden. Dadurch werden deutlich weniger physische Ressourcen benötigt, als wenn jeder Nutzer eigene Computing-Ressourcen benötigen würde.
Ob sich ein Unternehmen für eine Public Cloud, eine Private Cloud oder eine Kombination aus beiden entscheidet, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Public-Cloud-Services sind besonders kosteneffizient, da keine Investitionskosten für den Kauf oder die Wartung von Hardware und Einrichtungen anfallen. Zudem bieten sie den Nutzern mehr Flexibilität, weil Unternehmen nur für die tatsächlich genutzten Computing-Ressourcen bezahlen. Eine Private Cloud stellt sicher, dass ein Unternehmen seine eigenen Daten hostet und kontrolliert. Dies kann in stark regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen oder dem Finanzsektor aus Gründen der Compliance, Sicherheit oder des Datenschutzes erforderlich sein. Unternehmen, die im Laufe der Jahre Millionen in ihre Rechenzentren investiert haben, möchten diese Investitionen außerdem schützen, indem sie die vorhandene Infrastruktur für Private Clouds nutzen.
Eine Hybrid Cloud kann die Vorteile beider Ansätze kombinieren: Unternehmen können ihre Daten vor Ort besitzen und kontrollieren und gleichzeitig eine Verbindung zu Public-Cloud-Services herstellen, um bei Spitzenlasten zusätzliche Computing- und Speicherkapazitäten bereitzustellen. Dies wird als „Cloud Bursting“ bezeichnet. Ein möglicher Nachteil einer Hybrid Cloud ist die höhere Komplexität bei der Verwaltung und Verbindung unterschiedlicher Cloud-Plattformen.
Wie unterstützt GIGABYTE?
GIGABYTE zählt zu den führenden Anbietern der Branche für die physische Serverhardware, die zum Aufbau einer Private Cloud benötigt wird. Die große Auswahl an Serversystemen auf Basis von Intel Xeon Scalable und AMD EPYC- sowie Marvell ThunderX2-Prozessoren bietet eine ideale Grundlage für den Aufbau der Cloud-Computing-Infrastruktur eines Unternehmens.
Darüber hinaus arbeitet GIGABYTE mit verschiedenen Anbietern von Softwarelösungen zusammen, um ein kombiniertes Hardware-/Softwarepaket bereitzustellen. Dadurch lassen sich Private und Hybrid Clouds schneller und einfacher implementieren sowie Rechen-, GPU- und Speicherressourcen virtualisieren und gemeinsam nutzen.