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Virtual Machine

Virtuelle Maschine

Was ist eine virtuelle Maschine (VM)?

Eine virtuelle Maschine (VM) ist eine Softwaredatei, die als Image oder Instanz bezeichnet wird und sich wie ein physischer Computer verhält. Wie ein physischer Computer führt eine VM ein Betriebssystem und Anwendungen aus und verfügt über eigene virtuelle Ressourcen, darunter CPU, Arbeitsspeicher, Festplatten, Netzwerkschnittstellen und weitere Geräte. Die virtuellen Ressourcen jeder VM werden den tatsächlich verfügbaren Ressourcen des physischen Hostcomputers zugeordnet. Eine VM bietet Endanwendern dieselbe Nutzungserfahrung wie der Hostcomputer selbst. Auf einem Host können eine oder mehrere VMs betrieben werden. Auf Servern werden mehrere VMs parallel ausgeführt und von einer Software namens Hypervisor verwaltet. Die Nutzung von VMs zur Deckung des Rechenbedarfs, insbesondere im Unternehmensumfeld, wird allgemein als Virtualisierung bezeichnet.

Warum wird sie benötigt?

Für einzelne Benutzer bietet eine VM Vorteile bei Verwaltbarkeit und Sicherheit sowie die Flexibilität, ein separates Betriebssystem und nicht nativ unterstützte Anwendungen auszuführen. Damit sind VMs ideal für Softwareentwickler und Tester geeignet. Eine VM ist beispielsweise vom Hostsystem und von anderen VMs isoliert bzw. in einer „Sandbox“ ausgeführt. Das bedeutet, dass die darin ausgeführte Software nicht aus der VM ausbrechen oder den Computer selbst manipulieren kann. Dadurch entsteht eine ideale Umgebung zum Testen anderer Betriebssysteme einschließlich Betaversionen, für den Zugriff auf mit Viren infizierte Daten, zum Erstellen von Betriebssystemsicherungen sowie zum Ausführen von Software oder Anwendungen auf Betriebssystemen, für die sie ursprünglich nicht vorgesehen waren.

Für Unternehmen bietet der Einsatz von VMs als Serverplattform zahlreiche Vorteile, darunter deutlich geringere Hardware- und Wartungskosten, eine schnellere Bereitstellung neuer Server und bessere Möglichkeiten zur Notfallwiederherstellung. In einer rein physischen Umgebung sind die meisten Server beispielsweise stark unausgelastet und nutzen schätzungsweise nur 5–15 % ihrer Kapazität. Bei der Virtualisierung von Servern steigt die Hardwareauslastung, da ein physischer Server nun mehrere virtuelle Maschinen aufnehmen kann. Anwendungen benötigen keinen eigenen Server mehr, weil jede virtuelle Maschine auf dem physischen Server die jeweiligen Anwendungen ausführt. Im Jahr 2011 berichtete IDC, dass IT-Abteilungen, die eine Servervirtualisierungsstrategie eingeführt hatten, ihre Hardware- und Softwarekosten um 40 % senken konnten. Die durch Virtualisierung mögliche Reduzierung der Anzahl physischer Server führt außerdem zu einem geringeren Energie- und Kühlbedarf.

VMs ermöglichen zudem eine schnellere Bereitstellung und Inbetriebnahme von Servern: Eine neue VM kann innerhalb weniger Minuten bereitgestellt und in Betrieb genommen werden. Außerdem lässt sich eine vorhandene VM klonen, ohne den Zeit- und Kostenaufwand, der normalerweise für die Installation eines neuen physischen Servers anfällt. Einer der größten Vorteile der Servervirtualisierung ist möglicherweise ihre Portabilität und Wiederherstellbarkeit – also die Möglichkeit, eine VM schnell und sicher von einem Server auf einen anderen zu verschieben. Die Sicherung kritischer Daten erfolgt schnell und effizient, da Unternehmen ohne großen Aufwand einen Replikationsstandort einrichten können. Die meisten Virtualisierungsplattformen für Unternehmen enthalten Software, die diesen Prozess im Notfall automatisiert.

Wie unterstützt GIGABYTE Sie?

GIGABYTE bietet zahlreiche Serversysteme, die sich ideal für virtualisierte Umgebungen eignen. Dazu gehören universell einsetzbare Rack-Server (für x86- und Arm-Plattformen) sowie Systeme mit optimierter CPU-, GPU- oder Speicherdichte. Jedes Produkt bietet ein hohes Maß an Flexibilität bei der Bereitstellung und verfügt über zahlreiche Erweiterungssteckplätze für Zusatzkarten. Obwohl Virtualisierungsplattformen hardwareunabhängig sind, arbeitet GIGABYTE in verschiedenen Regionen und Marktsegmenten mit unterschiedlichen ISVs (Independent Software Vendors, unabhängigen Softwareanbietern) und VARs (Value-Added Resellers, Systemintegratoren mit Mehrwert) zusammen, um Kunden eine sofort einsatzbereite Plattform für virtualisierte Infrastrukturen bereitzustellen.

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